Was versprochen wurde
Vor etwa drei Monaten sagte Elon Musk, Grok werde eine abendfüllende, „historisch akkurate“ Version der Odyssee veröffentlichen. Am 23. Oktober erschienen sieben Minuten, bezeichnet als „Folge 1“. Entstanden ist sie mit Wonder Studios und Regisseur Dev Walker.
Was tatsächlich da ist
Der Rezensent von TechCrunch sagt, das Material sehe besser aus als erwartet, einzelne Einstellungen könnten echte Schauspieler auf See sein. Dann beginnen die Probleme: Die Vorgeschichte aus dem Off zieht sich, die Dialoge sind steif, die Figuren sprechen kein Altgriechisch, und das Ganze wirkt luftleer, ohne Schwung und ohne Grund, sich für jemanden zu interessieren. Das Fazit: weitere sieben Minuten würde er nicht sehen wollen, geschweige denn einen ganzen Film.
Warum die Rede vom „Film“ verfrüht ist
Sieben Minuten eines versprochenen Spielfilms sind eine visuelle Demo. Sie zeigen nicht, dass KI eine Erzählung tragen, mit Schauspiel arbeiten und das Tempo über zwei Stunden halten kann. Bildqualität und eine stimmige Geschichte sind verschiedene Aufgaben. Auch die „historische Genauigkeit“ hat niemand geprüft, der Rezensent sagt ausdrücklich, er könne sie nicht beurteilen. Zum Vergleich: Christopher Nolans Odyssee vom Juli wurde in sechs Ländern mit tausenden Beteiligten gedreht und wurde ein großer Kinoerfolg.
Fazit
Wortwörtlich genommen erschien ein Bruchteil einer Stunde Video, kein Film. Das Versprechen eines Spielfilms ist weiter offen.