Was behauptet wird
TechCrunch betitelt seinen Beitrag mit „Alle schauen die Elizabeth-Holmes-Doku ‘You Can See Everything’“. Im Untertitel steht, der Film habe das zweitstärkste Startwochenende aller Zeiten für eine Dokumentation hingelegt.
Was tatsächlich dahintersteckt
Der Film spielte geschätzt 15 Millionen Dollar ein, aber das ist eine Sonntagsschätzung, die sich noch ändern kann. Er lief in 855 Kinos, der Spitzenreiter Street Fighter in 3.575. Der überholte Rekordhalter wird nicht genannt, die Platzierung stammt von einem anderen Medium, und die Zahl von rund 2.000 ausverkauften Vorstellungen hat keine Quelle. Der Autor schreibt zudem, den Film nicht gesehen zu haben. Die 99 % bei den Kritikern stimmen, sagen aber nichts über die Größe des Publikums.
Warum „alle“ übertrieben ist
Ein Doku-Rekord und Massenpopularität sind zweierlei. Das Genre ist winzig und die Obergrenze niedrig, 15 Millionen wirken neben einem Franchise-Film bescheiden. Volle Säle heißen großes Interesse bei der Zielgruppe, nicht dass das ganze Land zuschaut. Für die Reichweite zählen die endgültigen Zahlen, der Einbruch am zweiten Wochenende und Streamingdaten, die es alle noch nicht gibt.