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Solidigm koppelt laut Bericht Chipanlagen für China an neues US-Werk

Laut Reuters will Solidigm, die Flash-Sparte von SK Hynix, in den USA die Ausfuhr von Anlagen in sein Werk in Dalian genehmigen lassen, verknüpft mit dem Bau einer NAND-Fabrik in den USA.

Solidigm, die Flash-Speicher-Sparte des südkoreanischen Konzerns SK Hynix, bittet Washington um die Erlaubnis, amerikanische Chipfertigungsanlagen in sein Werk im chinesischen Dalian zu liefern, berichtet Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen. Die Genehmigung sei Bedingung dafür, dass Solidigm die Pläne für eine NAND-Fabrik in den USA weiterverfolgt, wobei der Norden des Bundesstaats New York im Gespräch ist.

Was das Unternehmen sagt

SK Hynix erklärte gegenüber TechCrunch, man wolle die Kapazität am 2023 fertiggestellten Standort Dalian nicht ausbauen. Die Installation der Anlagen laufe in Abstimmung mit der US-Regierung und mit deren Genehmigung. Die Quellen von Reuters beschreiben es anders: mehr Maschinen auf freien Flächen, um die NAND-Produktion zu steigern.

Warum es wichtig ist

NAND-Chips stecken in SSDs für Handys, Laptops und KI-Rechenzentren. Ein durch KI-Nachfrage verursachter Mangel treibt die Preise bereits nach oben, TrendForce erwartet im vierten Quartal 15 bis 20 Prozent höhere NAND-Preise. Die US-Exportkontrollen gegenüber China wurden seit 2022 verschärft, im September 2025 wurden Sonderausnahmen für einige Werke von SK Hynix, Samsung und Intel in China aufgehoben und durch Jahreslizenzen ersetzt. Im Juli sagte Handelsminister Howard Lutnick, er wolle, dass Samsung und SK Hynix Werke in den USA bauen.

Worauf zu achten ist

Der Fall zeigt, wie Exportlizenzen und Investitionen im Inland zu einem Verhandlungspaket werden. Solidigm bereitet laut Bloomberg zudem für 2027 einen US-Börsengang vor, der das Unternehmen mit bis zu 100 Milliarden Dollar bewerten könnte. Die Darstellung von Reuters wie auch das Dementi der Firma sind in den Einzelheiten nicht bestätigt.