Hype-Check

„Mark Wahlbergs KI-Klon“: eine laute Schlagzeile aus einer einzigen Antwort auf der Bühne

Wahlberg sagte auf der Disrupt, er hätte nichts gegen eine KI-Version seiner selbst, doch konkrete Pläne oder Verträge gibt es nicht.

Was behauptet wurde

Schauspieler und Business Angel Mark Wahlberg sagte auf der TechCrunch Disrupt, er hätte nichts dagegen, wenn eine KI-Version von ihm nach seinem Abschied weitermacht. Schlagzeilen machten daraus sofort die Geschichte eines digitalen Doppelgängers, der sein Vermächtnis übernimmt.

Was er wirklich sagte

Wahlberg betonte, KI solle die Arbeit verbessern und Schauspieler nicht ersetzen. Ein von einem Modell erzeugtes Drehbuch und einen Film ohne echte Menschen lehnte er klar ab. Über seinen digitalen Doppelgänger sprach er nur hypothetisch, als Antwort auf eine Frage zum CAA Vault, einer Einrichtung, in der Schauspieler gescannt werden. Dort war er nicht einmal; er sagte, es wäre interessant, und fügte hinzu, seine Kinder oder Enkel könnten irgendwann über sein Abbild verfügen.

Das einzige konkrete Projekt ist die Animationsserie Ted. Läge sie Jahrzehnte mit einer KI-Version seines Abbilds weiter, hätte er nichts dagegen. Das Zitat stammt aus einer Antwort auf die Frage der Moderatorin, nicht aus einem angekündigten Plan. Termine, Verträge, Rechte am eigenen Abbild und Firmenpläne kamen nicht zur Sprache. Zu seinem Pete-Rose-Film sagte er nur, man könne über KI zur Aufwertung des Stadions sprechen, ohne Details.

Fazit

Das ist keine Ankündigung. Ein Schauspieler beantwortete eine Was-wäre-wenn-Frage, und daraus wurde eine Nachricht. Echte Verträge für einen digitalen Doppelgänger gibt es nicht, die Aussage bleibt eine Meinung.