Die Behauptung
Die Schlagzeile warnt YouTube, weil Instagram von Kurzclips zu Videos von bis zu 90 Minuten wechselt.
Was tatsächlich passiert
Instagram testet einen neuen Upload-Typ namens Features und ein Werkzeug namens Clips as Reels, das ein langes Video in ein Reel mit Link zur vollen Version verwandelt. Beide laufen in Brasilien und werden auf einen kleinen Test in den USA ausgeweitet. Adam Mosseri sagte, die Unterstützung in der Instagram-TV-App brauche Zeit. IGTV, das frühere Langformat, hat das Unternehmen schon eingestellt, es ist also nicht der erste Versuch.
Warum der YouTube-Vergleich verfrüht ist
Das gesamte Konkurrenzargument hängt am Geld, und Geld fehlt. Kreative verdienen auf Instagram vor allem mit Markenkooperationen, dazu etwas mit Abos. Mosseri sagte, das kleine leistungsabhängige Programm koste mehr, als es einbringe, ein Ausbau ergebe daher keinen Sinn. Ein Meta-Sprecher erklärte, es gebe noch kein langfristiges Modell. YouTube zahlt Partnern 55 Prozent der Werbeeinnahmen, und dieser Anteil hält Kreative dort.
Die These des Artikels, Instagram könne YouTube herausfordern, ist die Analyse des Autors und hängt von einem Auszahlungssystem ab, das niemand angekündigt hat. Meta könnte Werbung in lange Videos einbauen, bestätigt ist das nicht.
Fazit
Ein Test in einem Land und einer kleinen US-Gruppe ohne Zahlungsbedingungen ist ein Produktexperiment. Kreative haben noch keinen Grund, ihre Kanäle zu verlegen.