Was behauptet wird
TechCrunch schreibt, Alex Gibneys vierstündige Dokumentation „Musk“ stoffe „weiter auf Widerstand der sozialen Plattformen“. In der Überschrift steht das Wort „Sperre“, das sich im Kopf leicht zum Bild von Zensur zusammensetzt.
Was tatsächlich dahintersteckt
TikTok hat das Werbekonto des Films dauerhaft gesperrt, das ist nicht dasselbe wie ein Verbot des Films. Die Nachricht kam über den Hollywood Reporter, eine Antwort von TikTok enthält der Text nicht, und als Grund steht nur „politischer Inhalt“ ohne Details. Meta und YouTube lehnten die Trailer-Werbung zunächst ab und erlaubten sie später, Meta sprach von einem Fehler. Nur X, das Musk selbst gehört, lehnt schlicht ab. Der Text zitiert niemanden, der den Plattformen Zensur vorwirft, und die politischen Nähen der Eigentümer werden als Hintergrund genannt, nicht als Beweis.
Warum der Schluss verfrüht ist
Das Bild ist gemischt: Zwei Plattformen ließen die Werbung am Ende zu, eine sperrte ein Konto aus unklaren Gründen, und eine schaltet keine Werbung über ihren eigenen Eigentümer. Das ist kein Beleg für abgestimmten Druck. Der Film startete in vier Kinos, wird ausgeweitet und soll nächstes Jahr bei HBO laufen. Gibt es direkte Belege für Einflussnahme, ändert sich die Debatte. Bisher gibt es einen Bericht aus zweiter Hand über eine Kontosperre und offene Fragen.